Gespräche über den Tod

Das Projekt „30 junge Menschen“ hat Sterbende mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 24 Jahren zusammengebracht, um über den Tod zu sprechen. Ich habe für www.zm-online.de zwei Teilnehmer getroffen und berichte über ihre Erfahrungen in zwei Fotofilmen. Der erste über die Studentin Kea Güldenstern ist seit heute online. Hier der Link:

www.zm-online.de/video/30-junge-Menschen_92700.html

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, findet hier Infos:

www.30jungemenschen.de

Mieter kochen für Mieter

Mein zweiter Fotofilm zum Thema kochen ist fertig. Nach dem Porträt über den Hobbykoch Moritz Guth war ich nun unterwegs beim Verein "Morus 14", der jede Woche einen Mittagstisch im Rollberg-Kiez in Berlin-Neukölln anbietet. Motto (und Name) der Veranstaltung: "Mieter kochen für Mieter". Die Köche wechseln wöchentlich, es sind Freiwillige vom Vereinsmitglied über den Kabarettisten bis hin zum Hartz-IV-Empfänger. 

Der Fotofilm in einer weniger komprimierten Version auf Vimeo: https://vimeo.com/53977977

Mieter kochen für Mieter, jeden Mittwoch zwischen 12 und 14 Uhr im Gemeinschaftshaus in der Morusstraße 14. Infos: www.morus14.de

S- und U-Bahn-Monitor Berlin

Seit ich an der Freien Journalistenschule beim Workshop Datenjournalismus mitgemacht habe, interessiert mich das Thema brennend. Dozent Lorenz Matzat, der mit seinen Kollegen von OpenDataCity vor kurzem den Zugmonitor für die SZ entwickelt hat, wurde jetzt auch für seinen Wohnort Berlin aktiv.

Beim 2. Berlin Open Data Day (BODDy) setzte das OpenDataCity-Team den S- und U-Bahn-Monitor für Berlin um und schreibt dazu auf seinem Blog: "Wir denken, dass mit ÖPNV-Daten – stünden sie als Open Data (Fahrplan, Positionen etc.) zur Verfügung – enorm interessante Dinge geschehen könnten. Unser Prototyp soll eine Ahnung davon vermitteln. Wir freuen uns über Feedback (info-at-opendatacity.de)."

Hier geht's zum Prototypen des Monitors: 

http://www.opendatacity.de/labs/sbahnberlin/prototyp/app.html

Hübsche Dinge, schlaue Dinge

Gerade habe ich mich ausführlicher mit den Nominierungen für den Grimme Online Award beschäftigt, die am 20. Juni in Köln verliehen werden. Es sind wirklich schöne Onlineprojekte dabei, unter anderem die großartige Audio-Slideshow-Serie berlinfolgen von taz.de und der Agentur 2470media.de

Spannend sind auch die datenjournalistischen Arbeiten, die die Jury nominiert hat. Allen voran die Seite Parteispenden-Watch, ebenfalls erschienen bei taz.de. Konzipiert und umgesetzt wurde die interaktive Karte von der Agentur OpenDataCity

Liebhaber von NYC und alle, deren Herz für Hip-Hop schlägt, sollten sich die Miniserie New York Minute von arte anschauen. Starke Protagonisten, schöne Bilder. Neben den kurzen Reportagen, können User in einer Hip-Hop-Enzyklopädie lesen und dort auch selber Beiträge einstellen. 

Am Thema vorbei

Gerade habe ich die Podiumsdiskussion „Journalismus im Netz“ im Rahmen des KörberForums Kehrwieder 12 online mitverfolgt. Wie eine Zuhörerin in der Fragerunde in der zweiten Stunde der Veranstaltung richtig bemerkte: Bei der Diskussion ging es kaum um das Thema Onlinejournalismus, sondern hauptsächlich darum, wie er den Printjournalismus verändert.

Nach dieser Kritik aus dem Publikum ging es dann ein wenig um Social Media – wie sie den Dialog verändern, wie sie Journalisten als Recherchequelle dienen und wie sie das Verhältnis Sender-Empfänger umgekrempelt haben. Das Bild von der Kommunikationsrevolution wurde bemüht.

Es wäre spannend gewesen, bei einer Diskussion über „Journalismus im Netz“ etwas über neue, tatsächlich gut funktionierende (soll heißen rentable) journalistische Geschäftsmodelle im Onlinebereich zu erfahren. Und auch die technischen wie erzählerischen Qualifikationen, die Online-Journalisten brauchen, hätten auf dem Podium Platz finden sollen. Erwähnt wurde aber nur, dass Journalisten die Fähigkeit und Bereitschaft mitbringen müssen, auf den Dialog mit Lesern einzugehen, der sich online ja viel schneller entwickle. 

Nun denn, es blieb also größtenteils beim Gespräch über das Verhältnis von Print und Online. Hier zwei der für mich interessantesten Zitate des Abends:

„Alle großen Kommunikationsinnovationen der vergangenen Jahre – Wikipedia, craigslist und Facebook, um nur einige zu nennen – sind jenseits der großen Medienkonzerne entstanden. Das zeigt: Die Innovationsbereitschaft und die Bereitschaft, sich selbst in Frage zu stellen, war bisher bei Printprodukten – ich sag es mal – überschaubar. Das ändert sich gerade und es ist auch höchste Zeit.“ Dominik Wichmann

„Dass viele Exklusivnachrichten immer noch aus den Printmedien kommen, hat auch ökonomische Gründe. Printredaktionen können ihre Journalisten rausschicken und vor Ort lange recherchieren lassen. Dafür fehlen Onlinemedien oft noch die Ressourcen.“ Nikolaus Röttger

Das Podium: Wolfgang Kracht (stellvertretender Chefredakteur SZ), Dominik Wichmann (Stern), Nikolaus Röttger (Business Punk), Frida Thurm (Schülerin der Henri-Nannen-Schule) und Henrike Maier (Europe & Me)

Noch ist der Livestream nicht zum Abruf bereitgestellt. Passiert aber bestimmt noch - hier:

http://www.koerber-stiftung.de/koerberforum/programm/videos-livestream.html 

Geld verdienen im Netz - ein Einstieg

Kollegen, die einen guten Einstieg in das Thema Onlinejournalismus suchen und noch keinen gefunden haben, empfehle ich die (vierteilige) Präsentation "Geld verdienen im Netz" von Medienjournalistin Ulrike Langer. In nachvollziehbaren Schritten macht sie klar, dass Aussitzen die falsche Strategie ist, wenn man als Freier überleben will. 

Ihr Fazit schonmal vorab: Freie Journalisten müssen unternehmerischer denken. Dazu gehört es laut Langer, Präsenz im Netz zu zeigen und dort zu einer eigenen Marke zu werden. Hier bleibt sie nicht abstrakt, sondern gibt konkrete Tipps, wie Journalisten das am besten anstellen. Welche das sind? Siehe:

http://www.slideshare.net/mauisurfer/geld-verdienen-im-netz-teil-1

http://www.slideshare.net/mauisurfer/geld-verdienen-im-netz-teil-2

http://www.slideshare.net/mauisurfer/geld-verdienen-im-netz-teil-3

http://www.slideshare.net/mauisurfer/geld-verdienen-im-netz-teil-4

Mal wieder was Neues

Prima! Meine Anmeldung für den Workshop Datenjournalismus an der Freien Journalistenschule in Berlin wurde bestätigt. In diesem Bereich habe ich bisher noch keine Erfahrungen gemacht und freue mich, das Anfang Mai nachzuholen.

Viele freie Plätze gab es nicht mehr. Wer es trotzdem noch versuchen will: http://bit.ly/yfgwPy